Ausbau I

Seitenwand Küche

Die Seitenwand für unseren Küchenblock haben wir mit Hilfe eines Tipps aus dem Buch „Vom Kastenwagen zum Wohnmobil zugeschnitten. Wir haben einen Stift an einem Stück Holz befestigt, dieses haben wir an der Deckenwölbung entlang geführt und mit dem Stift den Verlauf der Deckenwölbung auf ein Stück Pappe übertragen. Anschließend haben wir die Pappe ausgeschnitten, diese Schablone auf das Holzteil gelegt, angezeichnet und ausgeschnitten.DSCN4807

Und es hat sehr gut funktioniert

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Küchenplanung – Bau des Gaskastens

Vor dem Bau des Küchenblocks wurde eine Planungszeichnung entworfen. Als erstes haben wir den Gaskasten gebaut in dem die zwei Gasflaschen untergebracht werden, die unsere Herd und die Heizung versorgen. Wir haben festgelegt welche Teile in Buchensperrholz (Außenseiten) und welche Teile in Pappelsperrholz (Innen) zugeschnitten werden sollen.

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Beim Zuschnitt gab es dann noch dieses „Maßproblem“. Für die Innenteile musste die Brettstärke vom Fertigmaß abgezogen werden. Da wir nicht genau wussten in welcher Brettstärke es das gewünschte Holz gab notierten wir das Fertigmaß z.B. 60 – 2 x Brettstärke. Vor Ort rechneten ich schnell 60 – 12 = 48 und ließen es zuschneiden.

Beim Zusammenbau stellten wir fest dass die Innenteile alle zu kurz waren und hatten erst den Mann vom Baumarkt in Verdacht. Doch dann viel es mir „wie Schuppen von den Augen“. Einheiten sind WICHTIG. Die Fertigmaße hatten wir in cm aufgeschrieben (weil der Mann im Baumarkt das so haben will), die Brettstärke war aber in mm angegeben. Wir mussten also nochmals zum Baumarkt und neue Bretter zuschneiden lassen. Nun ja..

„Wissen ist das Kind der Erfahrung“

( Leonardo da Vinci )

 

 

Mit zwei Zeitungsausschnitten haben den Platz für die Gasflaschen „simuliert“DSCN4793

Vor dem Zusammenbauen haben wir die Holzoberflächen geschliffen und mit Leinöl behandelt.DSCN4786

Um dem ganzen die notwendige Stabilität zu geben haben wir die einzelnen Teile mit Holzzapfen verbunden. Dafür war es notwendig in die 12 mm Bretter genau mittig 6 mm Löcher für die Zapfen zu bohren. Dabei war der „Holzdübler“ eine große Hilfe. In Verbindung mit einem Tiefenanschlag auf dem Bohrer konnten wir genau passende Löcher bohren.

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Der Holzdübler im Einsatz

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Nach dem Verfüllen der Löcher mit Holzleim wurde „vezapft“…

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…und fachkundige Hände zeichneten mit geschultem Auge die Position der Bohrlöcher an

 

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Der fertige Gaskasten steht [noch] auf dem Kopf 🙂 und wartet jetzt auf den weiteren Ausbau des Küchenblocks der später folgt.

 

Schaumstoff Zuschnitt

Den Schaumstoff für die Sitzbank bzw. das Bett haben wir im Fachhandel zuschneiden lassen und dann an den Bus angepasst.WhatsApp Image 2018-03-05 at 20.21.07

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Papiermodell

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Fertig

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Sieht schon gut aus. Es müssen nur noch die Bezüge genäht werden.

 

Bezüge nähen

Die Planung der Bezüge erfolgte durch die „Nähspezialistin“ unter Zuhilfenahme einer leeren Packung Eszet Schnitten. DSCN4823

Und dann erfolget der Zuschnitt, das Zusammennähen der einzelnen Teile, das Einnähen der Reißverschlüsse ………DSCN4831

…..viel Arbeit…DSCN4829

… die sich über mehrere Abende hinzog…DSCN4828

Doch dann war es geschafft…

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Fußboden

Für den Boden haben wir einen so genannten Designboden verwendet. Ein Bodenbelag auf natürlicher Basis mit einem mineralstoffbasiertes Trägermaterial, der wasserfest und pflegeleicht ist.

Zuerst haben wir wenige Millimeter dicke Dämmplatten als Feuchteschutz und zur Trittschallminderung verlegt.DSCN4860

Anschließend erfolgte die sorgfältige Verlegung durch die Spezialistin. Ich habe ihr mit Sägearbeiten von Außen zugearbeitet. DSCN4866

Jetzt konnte unser Podest und der Tisch montiert werden.

 

Podest

Da das erste Podest, aufgrund von Meß-Ungenauigkeiten, zu hoch war mussten wir es noch einmal bauen. Unsere Versuche das fertige Podest wieder auseinander zu bauen scheiterten, da unsere geleimte Zapfen-Verbindung so gut hielt dass nach dem gezielten Einsatz von Hammerschlägen dass Holz kaputt ging. Also mussten wir noch mal Holz zuschneiden lassen und ein neues Podest bauen. Auch diese ist etwas zu hoch, doch wir haben beschlossen dass dieses unserem „Toleranzrahmen“ vollauf genügt

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Die Montage des Podestes mit Winkeln an der Seitenwand…

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…war schwierig

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Blick ins Innere des Podestes. Oben sind die Verschraubungen des Tischfußes zu erkennen.

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Die Schlaffläche

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Das ganze als „Essecke“

Nun folgt der erste Praxistest unseres teilausgebauten Franz. Wir machen uns für ca. eine Woche auf Richtung Süden und werden dann berichten; auch über den weiteren Ausbau….

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Wie wir zu Franz kamen oder anders rum

Relativ kurz nach unserer großen Reise war uns klar, dass wir das wieder haben wollen, weiter reisen, Menschen und Länder kennen lernen…….es war so schön und so einzigartig.

Wir erinnerten uns aber auch daran wie unglaublich anstrengend es oft war und vielleicht werden wir wirklich zu alt für so einen Spaß.

Die Entscheidung einen Transporter zu kaufen und auszubauen war gefällt. Wir fanden unseren „Franz“ im Schwarzwald, einen Citrön Jumper mit wenigen Kilometer, sehr gut erhalten, teilausgebaut, zwei Seitenfenstern und zwei Fenster in der Hecktür. Die Anzeige hatten wir zufällig gefunden, sie war bereits ein halbes Jahr alt und wir befürchteten, dass der Transporter längst verkauft war.

Eine Woche nach unserer Anfrage erhielten wir eine sehr freundliche Antwort. Wir freuten uns riesig und machten einen ersten Besichtigungstermin aus. Eigentlich hatten uns die Daten und Bilder längst überzeugt, aber auch das Original überzeugte. Genauso wie wir ihn haben wollten. Bei einem Abendessen mit Aperol Spritz fanden wir den passenden Namen „Franz“

3 Wochen später fuhren wir samstags mit dem Zug hin und nutzten die Rückfahrt und das Wochenende für eine erste Probe-Übernachtung auf einem Campingplatz. Natürlich nahmen wir einen Platz mit Stromanschluss, wir hatten ja einen Bus!! Was wir nicht hatten war ein Anschlusskabel für den Stromkasten!!!, als ehemalige Radreisende haben wir an solche Kleinigkeiten nicht gedacht, brauchten wir bisher auch nichtJ, also ohne Strom!

Am Abend haben wir den Bus mit Sekt auf den Namen Franz getauft.

Der nächste Morgen zeigte uns, dass das Schlafen im Transporter doch ganz anders ist als im Zelt, wir hatten total viel Platz

Wir freuen uns auf den Ausbau, haben viele Ideen und sind sehr gespannt was, bzw. wie wir diese umsetzten.

Neue Planungen

Nun sind schon anderthalb Jahre vergangen seit unserem letzten Blogbeitrag und es wird Zeit die neuen Pläne vorzustellen.

Wir hatten immer wieder vor etwas zu schreiben fanden aber nicht die Zeit/den Moment um einen gemeinsamen Beitrag zu verfassen. Auf Reisen war dies irgendwie einfacher. Daher haben wir beschlossen jetzt auch einzeln Beiträge zu posten.

Als erstes möchten wir das neue „Familienmitglied“ vorstellen, den

FRANZ

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Einen Transporter, den wir letztes Jahr gekauft haben und zum Wohnmobil ausbauen.

Nach mehr als 14 Jahren als Radreisende haben wir festgestellt, dass es Zeit ist für etwas Neues…………………

Bis jetzt haben wir:

  • Die bestehenden Seitenwände entfernt. Dazu haben wir eine Spezialzange zum Lösen der Halteclips verwendet, die die Dauerbelastung (und den Kräften) nicht gewachsen war.

 

  • Alle Metallfugen mit dauerelastischem Dichtstoff gefülltDSCN4521
  • den gesamten Innenraum mit selbstklebendem Armaflex isoliert
  • eine Loch in die Seitenwand geschnitten und eine Außensteckdose (für 220 V Landstrom-Anschluss) montiert
  • die Radkästen mit Pappelsperrholz verkleidet
  • eine Spanndecke montiert

Mit diesem eigentlich noch leeren Kastenwagen sind wir in den Herbstferien zu unseren ersten Tour nach Italien und Österreich aufgebrochen. Alles Notwendige hatten wir in festgezurrten Klappboxen und Rucksäcken verstaut. Zum Schlafen hatten wir unsere Isomatten und Schlafsäcke dabei. Zum Glück hatten wir eine elektrische Heizung dabei, da die Nächte doch empfindlich kalt waren.

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Danach haben wir noch die Kästen für die Sitzbank/Bett Kombination gebaut

und die nachfolgenden Sachen vorbereitet:

  • Einbau eines 90 Liter Wassertanks
  • Installation der 12/220 V Stromversorgung
  • Bau den Küchenblocks
  • Herstellen der Auflagen für die Sitzbank bzw. für das Bett. Die Schaumstoffzuschnitte sind bestellt, die Stoffauswahl für die Bezüge ist noch in der „Diskussion“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

22. Juni – 24. Juli Tanger-Tarifa-Tanger Med-Barcelona-Berlin

Unsere letzten Tage in Marokko verbrachten wir in einem wunderschönen alten Hotel am Hafen von Tanger.

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Am 26. Juni fuhren wir mit der Fähre zurück nach Europa und blieben bis zum 8.Juli auf einem Campingplatz in der Nähe von Tarifa direkt am Strand. Etwas abseits fanden wir einen schönen ruhigen Platz und richteten uns dort ein.

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Da es im Laden des Campingplatzes auch Gaskartuschen gab, konnten wir uns morgens frischen Kaffee zum Frühstück kochen und Essen kochen, so entstand noch einmal eine schöne Camping-Atmosphäre. Wir liefen am Strand entlang nach Tarifa, gingen einkaufen, machten Pause in unserer Lieblings-Bar und gingen mit Flussdurchquerung zurück zum Campingplatz.

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Badeurlaub „mussten“ wir natürlich auch machen; am breiten, kilometerweiten Strand, zwischen all den Kitern fanden wir unseren Platz zum Sonnen und Baden.

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Am Abend unserer Abreise nach Algeciras bekamen wir die überraschende Mitteilung dass unsere Fähre von Tanger Med nach Barcelona gestrichen wurde. Daher mussten wir am nächsten Morgen nach intensiven Recherchen, Abwägung aller Alternativen und Berücksichtigung unserer weiteren Reisepläne (bestehende Zimmerbuchung in Barcelona und Flug von Barcelona nach Berlin) eine neue Fähre buchen.

Unsere letzte Fahrradtour nach Algeciras war nicht lange aber anstrengend, da es von Meereshöhe auf 340 Meter bergauf ging; und das bei sehr warmen Temperaturen

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Blick auf Tarifa

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Blick auf Gibraltar

In Algeciras hatten wir ein schönes Zimmer mit großer Terrasse, auf der wir abends lange in T-Shirt und kurzer Hose saßen, das milde Klima genossen und nachts interessante Erlebnisse hatten…

Zuerst fuhren wir mit einer kleineren Fähre von Algeciras nach Tanger Med

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und stiegen dort am gleichen Abend, nach einem größeren Ein- und Wiederausreise – Chaos in Marokko, auf die große Fähre um, die uns nach Barcelona bringen sollte. Allerdings verzögerte sich dort der Check-in um 2 Stunden und begann erst zur vorgesehenen Ablegezeit um 23:00 Uhr.

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Auf dem Außenbereich in einer Nische von Deck 6 breiteten wir unsere Isomatte, Schlafsack und Kopfkissen aus und machten es uns gemütlich. Nun war auch der passende Zeitpunkt gekommen um die mitgebrachte Flasche Rose zu öffnen und auf die Abfahrt zu warten.

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Und tatsächlich um 2:00 Uhr begann sich das Schiff von der Kaimauer zu lösen und wir fuhren los, nur 3 Stunden später. Und -um das Erstaunliche vorne weg zu nehmen- wir kamen pünktlich in Barcelona an.

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Obwohl die Zeit an Bord etwas lang wurde, stellten wir fest, dass dies eine sehr entspannende Art war die 1100 km nach Barcelona zurück zu legen- wenn man mal an Bord ist.

 

Barcelona 13.-19. Juli

Unsere Unterkunft lag im Herzen von Barcelona inmitten vieler kleiner Gassen, sodass wir unsere kleinen Entdeckungen zu Fuß machen konnten.

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Vor der Basilica Maria de Santa del Mar tanzten exakt die gleichen Tangotänzer, wie vor 2 Jahren, als wir schon mal in Barcelona waren.

So verbrachten wir die letzten Tage unserer Reise im entspannenden Urlaubsmodus

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Mirador de Colom (Kolumbus statue )

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Catedral de Barcelona

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Arc de Triomf

Am 20.Juli flogen wir nach Berlin zum Neil Young Konzert…..

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Verpackung der verzurrten Packtasche mit Wrap-Folie

Anflug Deutschland

Anflug Deutschland

und am 24.Juli ging es mit dem Zug zurück nach Friedberg in unser neues Haus

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Wir sind sehr glücklich diese einzigartige und unglaublich erlebnisreiche Reise gemacht zu haben und sehr beeindruckt über die große Herzlichkeit und Gastfreundschaft die uns von den vielen Menschen auf unserer Reise so selbstverständlich entgegen gebracht wurde. Vielen Dank !

Bedanken möchten wir uns auch bei allen, die unseren Blog gelesen und oft so herrlich kommentiert haben

 

Wie uns die Reise verändert hat:

Birgit:

  • Hat einen Orientierungssinn entwickelt
  • Bekommt jetzt auch viele Mückenstiche
  • Kann Stubenfliegen mit der Hand fangen
  • Sucht bei 40 °C den Schatten auf
  • Mag jetzt Oliven

Matthias:

  • Trinkt Kaffee mit Milch
  • Hat das Autofahren im Ausland für sich entdeckt und kann jetzt
  • den einhändigen Lenkraddreher
  • Trägt jetzt Flipflops
  • Trägt jetzt Bart

 

Wir verabschieden uns vorübergehend und beginnen mit der neuen Planung….